Sicherheit im Korsika-Lexikon
Die Autonomie und die Anerkennung in der Öffentlichkeit ist den Korsen ein großes Anliegen. Separatistische Bewegungen wollen die Abspaltung von Frankreich durchsetzen – teils mit Gewalt. Touristen sorgen sich berechtigter Weise, ob diese Organisationen so weit gingen, den Urlaubern etwas anzutun, was nicht nur den Urlaub, sondern das komplette Leben eines Menschen verändern kann.
Man kann aus der empirischen Sichtweise argumentieren, die zeigt, dass Touristen bisher nie Opfer von Gewalttaten wurden. Einzig die Investoren, die ihr Geld auf Korsika in neue Ferienkomplexe investieren wollten, nehmen davon Abstand, weil bereits des Öfteren Rohbauten gesprengt wurden. Dafür gaben sich auch diese Separatisten zu erkennen.
Auch die Kämpfer um die Unabhängigkeit wissen, dass der Tourismus vieles im Landesinneren zu ermöglichen vermag, was ohne die daraus generierten Umsätze einfach nicht möglich wäre. Pragmatisch lösen die Organisationen ihre Aktivitäten, die durchaus terroristischen Charakter haben, außerhalb der Urlaubssaison.
Wirtschaftsfaktor Nummer eins auf Korsika ist schlichtweg der Tourismus. Sich selbst das wirtschaftliche Standbein abzusägen, hilft der Autonomie von Korsika nicht weiter, daher ist das Inselparadies für Urlauber nicht gefährlich.
Überraschend kann es werden, wenn korsische Jäger den Urlauber kurzzeitig durch ihre Flinte verunsichern. Ein ganz eigenes Volk sind die Korsen – zu Recht sehr stolz auf ihr Land, blicken die Jäger auf Korsika, die eher dem Schlag des Einsiedlers entsprechen, nicht immer freundlich drein. Verunsichert braucht man wirklich nicht sein, denn welche für das eigene Land kämpfende Organisation würde sich seine Haupteinnahmequelle im wahrsten Sinne des Wortes sprengen? Korsika ist für Touristen ein sicheres Land, so zeigt die Vergangenheit.



